Ob´s stürmt oder schneit…

Ein Bericht unseres Kameraden HGzSdR Rolf Gersmeyer zur ZMZ Übung am 07. und 08.Oktober 2017

Nun gut, geschneit hat es nicht, aber dafür kam der Schnee in flüssiger Form in rauen Mengen vom Himmel.

Das hat aber Herforder und Mindener Reservisten nicht davon abhalten können, am Wochenende,  07.10. – 08.10.2017, ihre militärischen Fähigkeiten aufzufrischen und Durchhaltevermögen trotz widriger Umstände zu zeigen.

Zunächst galt es auf Grund krankheitsbedingter Ausfälle unter den Funktionern und Organisatoren, FwRes und Kreisvorstand sowie den damit verbundenen Ausrüstungsengpässen, die Übung kurzfristig an die Gegebenheiten anzupassen und durchzuführen. Hierfür gebührt unserem Hfw Siegbert (Olli) Barg und seinem Team großes Lob.

Es ist hier zu erwähnen, dass HFw Barg einfach alle Funktionen (Umstellung der Übungsinhalte, Übungsleitung, Versorgung) überaus erfolgreich übernommen hat.

Die übenden Soldaten wurden in zwei Gruppen zu je ca. 10 Soldaten aufgeteilt. Während die Gruppe Fw Schröter, unter Anleitung des OSTG Burschel noch mal das gefechtsmäßige besetzen von Schlauchbooten und das Übersetzen auffrischte, stellte die Gruppe  HG Gersmeyer  Abmarschbereitschaft her und marschierte ( ja richtig gelesen – per „Fuß-Bus“) vom WÜPL (Wasserübungsplatz) zum Übungsplatz Lerbeck. Dabei führten die Soldaten jeweils ihr Kampfgepäck, als auch Rucksack mit persönlicher Ausrüstung mit (15 – 20 Kg).

Dort angekommen wurde die Wache besetzt und eine 24 stündige Wachroutine eingeteilt. Dabei galt es sowohl den Torposten (Ein – und Ausfahrtskontrollen), als auch eine Streife zu stellen. Wer das Gelände in Lerbeck kennt weiß, dass man dort auf wenig Entfernung viel Höhenmeter machen kann. Somit war es durchaus auch eine körperliche Herausforderung für den einen oder anderen. Übungseinlagen, wie der Versuch mit falschen Papieren Einlass zu erlangen, unterbrachen die Wachroutine.

Die Gruppe Fw Schröter sicherte den gesondert abgesperrten Bereich um die Baracken. Dazu wurden unteranderem Minen-Sperren installiert.

Unter Aufrechterhaltung der Aufgabenwahrnehmung wurde dann verpflegt und die Gruppen konnten sich behelfsmäßig für die Nacht einrichten.

Eine willkommene Übungsunterbrechung war dann ein gemeinschaftliches Bratwürstchenessen (Spende des Kameraden Bittner).

Danach war an Nachtruhe jedoch nicht zu denken. Gerade zurück in den Gruppenständen hieß es: „Alles auf! Alles einpacken. Dann ging es mit Gepäck nochmal den Berg hinauf. Dort Übernahm die Gruppe HG Gersmeyer die Sicherung des Barackenbereiches unter Einrichtung von Minensperren, Torwache und Streifen. Die Gruppe Fw Schröter übernahm indes die Torwache und Streife im unteren Bereich.

Ein Lob möchte ich auch unseren beiden neuen Kameraden aussprechen, die sich vollkommen unausgerüstet den widrigen Wetterverhältnissen klaglos gestellt haben. Kameradschaftliche Hilfe durch Überlassung von Ausrüstung konnte auch diesen Mangel lindern.

Am nächsten Morgen ging es dann im teilweise strömenden Regen, – jedoch stolz ist unser Sinn – marschierend zum WÜPL dahin.

Fazit: Eine sehr gelungene Übung der Kreisgruppe Minden-Herford.